Anticholinergika

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Angriffspunkt dieser Substanzgruppe ist der so genannte muskarinische Acetylcholinrezeptor. Anticholinergika docken dort an und hemmen so die Wirkung des natürlichen Botenstoffs Acetylcholin. In den Atemwegen führt dies zu einer Entspannung der glatten Muskulatur und somit zu einer Erweiterung der Bronchien. Auch die Schleimproduktion wird durch Anticholinergika vermindert.

Anwendungsgebiete

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist das wichtigste Anwendungsgebiet der Anticholinergika. Dort gehören sie wie die Beta-2-Sympathomimetika zu den Basismedikamenten. Das heißt, praktisch jeder Patient mit symptomatischer COPD bekommt einen dieser beiden Wirkstoffe verschrieben, zumindest als Bedarfsmedikament zum Inhalieren. Verglichen mit den inhalativen Beta-Sympathomimetika setzt die bronchienerweiternde Wirkung der Anticholinergika zwar etwas verzögert ein, hält dafür aber länger an – bei Tiotropiumbromid bis zu 24 Stunden.

Während die beiden Wirkstoffgruppen in der Therapie der COPD praktisch als gleichwertig anzusehen sind – und sogar in Kombination verabreicht werden – sind die Anticholinergika bei Asthma nur zweite Wahl. Dort werden die Beta-2-Sympathomimetika wegen ihrer besseren Wirksamkeit als Reliever bevorzugt.

Mehr über Anwendungsart/Verabreichung sowie Nebenwirkungen
erfahren Sie hier: lungeninformationsdienst.de

Links: Laborwerte/Medikamente

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Medizinischer Hinweis

  • Die Informationen auf diesem Portal sind lediglich allgemeiner Art und ersetzen daher keine ärztliche Beratung. Bei starken und/oder langanhaltenden Beschwerden ist das Aufsuchen eines Arztes unabdingbar.
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