Apfelallergie

53

Ungefähr eine Millionen EU-Bürger reagiert allergisch auf Äpfel. Als Apfel-Allergiker steht man folglich keineswegs alleine da. Oft spielen dabei weitere Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Kreuzallergien eine Rolle. Aber auch unnatürliche Giftstoffe, denen die Äpfel während des Reifeprozesses ausgesetzt werden, können Allergien auslösen. Leider lassen sich nicht alle Pestizide durch gründliches Waschen entfernen.

Der herzhafte Biss in einen Apfel kann für den Apfel-Allergiker zu einem äußerst unangenehmen Juckreiz im Mund und Rachen führen. In diesem Fall kann ich übrigens nicht nur mit theoretischem Wissen brillieren, sondern leider auch mit eigenen leidvollen Erfahrungen.

Lesen Sie weiter auf: heilfastenkur.de

Differentialdiagnose

  • Häufige Kreuzreaktionen bei Apfelallergie:
    • Birken-, Hasel-, Erlenpollen.
  • Andere Vertreter aus der Familie der Rosaceae:
    • Aprikose, Birne, Brombeere, Erdbeere, Hagebutte, Holzapfel, Himbeere, Kirsche, Kirschpflaume, Loganbeere, Loquat, Mandel, Mispel, Pfirsisch, Pflaume, Pimpernelle, Sauerkirsche, Schlehe (Schwarzdorn), Zwetschge.

Hinweis(e)
Apfelallergene werden oft durch Erhitzen und / oder enzymatische Bräunung (Zerkleinerung) inaktiviert. Verarbeitete Produkte, wie z.B. Apfelkompott, Apfelsaft oder Apfelkuchen, werden deshalb vom Apfelallergiker oft vertragen (s.o.).
Bei Äpfeln ist die allergene Potenz stark abhängig von Sorte und Reifegrad:

  • Stark allergene Apfelsorten: z.B. Cox orange, Golden Del., Granny Smith, Jonagold, Braeburn
  • Schwach allergene Apfelsorten: z.B. Boskop, Jamba, Gloster, Gravensteiner, Altländer, Hammerstein, Berlepsch, Goldparmäne

Quelle: http://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/artikel?id=16082

Hoffnung für Apfelallergiker

Apfelallergiker berichten immer wieder, dass sie nach dem Verzehr alter Apfelsorten im Vergleich zu Äpfeln jüngerer Sorten weniger oder gar keine Beschwerden haben. Ein Forschungsprojekt soll jetzt herausfinden, ob bestimmte alte Apfelsorten von Apfelallergikern gut vertragen werden und ob der Verzehr alter Apfelsorten zu einer natürlichen Toleranz gegenüber allen anderen Apfelsorten führt.

Lesen Sie weiter: http://www.ecarf.org/presse/hoffnung-fuer-apfelallergiker/

Fachbericht der Universität Rostock

In einem Beitrag von Achim Fießinger, UNI Rostock und Dr. Friedrich Höhne, Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MW wird über „Neue Erkenntnisse über die Inhaltsstoffe des Apfels“ berichtet. Teil 3 befasst sich mit dem Thema Apfelallergie.

Wir stellen den Beitrag hier als Download zur Verfügung: Inhaltsstoffe des Apfels – Teil 3

Weiterführende Links: Allergologie

Literatur-Tipps

Medizinischer Hinweis

  • Die Informationen auf diesem Portal sind lediglich allgemeiner Art und ersetzen daher keine ärztliche Beratung. Bei starken und/oder langanhaltenden Beschwerden ist das Aufsuchen eines Arztes unabdingbar.
Mein persönliches Allergie-Tagebuch
WERBUNG
Glauben Sie, dass Ihre Freunde diese Information noch nicht kennen? Teilen Sie diese mit ihnen.