Lungen-und Atemtrainer

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Ein Lungen-oder Atemtrainer ist ein kleines, handliches Gerät, mit dessen Hilfe Sie Ihre Atemmuskulatur gezielt trainieren können. Er ähnelt von der Form her einem Inhalator für Asthma-Patienten, ist jedoch etwas größer. Der Atemtrainer erzeugt beim Atmen einen Widerstand, sodass Sie je nach dem gewünschten Anwendungsbereich mehr Kraft oder aber mehr Muskelkontrolle aufbringen müssen. Zu diesem Zweck verfügt er über ein Mundstück, durch das Sie ein- und ausatmen.

Je nach Gerät wird beim Einatmen, beim Ausatmen oder bei beiden Vorgängen ein künstlicher Widerstand erzeugt. Um diesen zu überwinden, müssen Sie die an der Atmung beteiligten Muskeln deutlich mehr anstrengen als im Normalfall. Und genau hierdurch entsteht der gewünschte Trainingseffekt: Denn wie alle anderen Muskeln auch werden die Atemmuskeln durch die gezielte Belastung gestärkt.

Welche Vorteile bietet das Training mit einem Lungentrainer?

Beim Sport, vor allem in den Ausdauersportarten, wird der Atemtrainer mit dem Ziel eingesetzt, die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Schon im Normalzustand fallen bei einem gesunden Menschen etwa 15% der Herztätigkeit auf die Versorgung der an der Atmung beteiligten Muskeln mit Blut und damit Sauerstoff.

Bei starker Anstrengung braucht der Körper mehr Sauerstoff, wir atmen schneller. Dadurch ermüdet die Atemmuskulatur und verliert bis zu 30% ihrer Leistungsfähigkeit. Die Folge ist ein erhöhter Versorgungsbedarf mit Blut als Träger des Sauerstoffs, welches dann in den anderen Muskeln nicht zur Verfügung steht.

Der Sinn eines Lungentrainers dabei ist, die Atemmuskulatur so zu stärken, dass sie beim Sport nicht mehr (so schnell) ermüdet. Auf diese Weise kann die übrige Muskulatur besser versorgt werden – und der Körper kann mehr leisten. Bis zu 45% Leistungssteigerung der Atemmuskeln können mit dem Atemtrainer erzielt werden, was sich für die anderen Muskelgruppen deutlich bemerkbar macht.

Spezielle Lungentrainer Tests haben ergeben, dass dadurch die Leistungsfähigkeit beim Rudern um fast 2% und beim Radfahren um mehr als 4% gesteigert und die Erholungsphasen bei mehrstufigen Sprints um rund 7% verkürzt werden konnten. Vor allem im leistungsorientierten Sport können diese Werte den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage bedeuten.

Weiterführende Links: Pneumologie

Medizinischer Hinweis

  • Die Informationen auf diesem Portal sind lediglich allgemeiner Art und ersetzen daher keine ärztliche Beratung. Bei starken und/oder langanhaltenden Beschwerden ist das Aufsuchen eines Arztes unabdingbar.
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