Roggen

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Roggen (Secale cereale) ist eine in gemässigten Klimazonen verbreitete Getreideart und gehört zu der Familie der Süssgräser. Es gibt Sommer- und Winterroggen, wobei in Mitteleuropa fast ausschliesslich Winterroggen angebaut wird. Roggen ist besser an kühle und trockene Klimate angepasst als Weizen.

Roggen ist ein Lichtkeimer und stellt deshalb besondere Anforderungen an Saat, Saatbett und Säzeitpunkt. Männliche Pollen und weibliche Blüten werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten aktiv, daher ist Roggen in aller Regel ein Fremdbefruchter. Die Blütezeit ist von Mitte Mai bis Mitte Juli. Die Bestäubung erfolgt wie bei allen Gräsern durch den Wind. Der Roggen bildet pro Ähre etwa vier Millionen Pollenkörner, eine einzelne Blüte bis zu 57’000.

Es werden also regelrechte Wolken an Pollen vom Wind in die Luft geblasen. Roggen wird als Brotgetreide verwendet, aber auch als Tiernahrung. Ausserdem wird Roggen seit langem auch zur Alkoholherstellung benutzt, die besseren Wodka-Sorten werden aus Roggen hergestellt. Seit einiger Zeit wird Roggen auch als Energieträger angebaut und zu Bioethanol verarbeitet. Weltweit werden ungefähr 15 Millionen Tonnen Roggen geerntet. Die grössten Roggenproduzenten sind Russland, Deutschland und Polen.

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